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Inhalt
| Inhaltsverzeichnis |
table of contents (Leseprobe als PDF) |
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| Andrea Zederbauer |
Editorial (Leseprobe als PDF) |
| Uta Gosmann |
Ein Fall von Wirklichkeit. Mit Freud auf der Akropolis |
| Uwe Kolbe |
Alles. Drei Texte |
| Bettina Spoerri |
Im Wellental oder Das Ende der Unschuld. Auszug aus einem Roman |
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EIGENSINN |
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| Karin Nunegßer, Wolfram Ette |
Im Eigenen aufs Ganze zielen. Ein Briefwechsel über rechten, linken, guten, schlechten, narzisstischen und emanzipatorischen Eigensinn |
| Ilija Trojanow |
Eigensinn als Widerspruch und Widerstand |
| Michael Lissek |
Gastgeber und Gastarbeiter. Der Podcast, das Radio und das Feature (Leseprobe als PDF) |
| Gisela Steinlechner |
Vom Auszug auf die Bäume. Eigensinn zwischen Beharrungsvermögen und Widerstand (Leseprobe als PDF) |
| Giaco Schiesser |
Tote Arbeit. Zur Aktualität von Alexander Kluges Konzept des Eigensinns |
| Peter Köllerer |
Namen |
| Undine Eberlein |
Vom Eigensinn des Körpers. Phänomenologie, Spüren und somatische Methoden |
| Uwe Schütte |
Langer Ruf aus dunkler Vorzeit. Zum Eigensinn der blutigen Bildsprache des Francis Bacon |
| Burkhard Spinnen |
Struwwelpeter-Dämmerung. Über den Eigensinn in der Geschichte der Technik anhand ausgewählter Beispiele, ergänzt durch einen Blick auf die Gegenwart |
| Caius Dobrescu |
Eigensinniges Überleben. Zur Entstehung und zum Fortbestand des postbyzanzinischen Kosmopolitismus |
| Hermann Schlösser |
Im Clinch mit dem inneren Zensor. Warum es so schwierig ist zu schreiben, wie man denkt |
| Klaus Kastberger |
Lebendigkeitsmomente der Literatur. Über die Fadesse des Erzählrealismus, die Verteidigung des Österreichischen und die Frage, warum heute niemand mehr seiner Zeit voraus ist |
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| Stephan Steiner |
Im stahlharten Gehäuse des Kapitalismus (III). Eine Erinnerung an Hans G Helms (1932–2012) |
| Alexander Reutlinger, Günther Sandner |
Isotype und Utopie. Wirklichkeitssinn und Möglichkeitssinn bei Otto Neurath |
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BÜCHER |
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| Kurt Neumann |
Peter Waterhouse: Z Ypsilon X |
| Michael Hammerschmid |
Ulf Stolterfoht: rückkehr von krähe. Abenteuergedicht |
| Stephan Steiner |
Karl Schlögel: Auf der Sandbank der Zeit. Der Historiker als Chronist der Gegenwart | Katja Petrowskaja: Als wäre es vorbei. Texte aus dem Krieg |
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| Autor:innen, Anmerkungen, Buchhandel |
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wespennest
191 Eigensinn
Preis: EUR 14.00;
erschienen am
06.11.2026
Bei den Brüdern Grimm findet sich die Fabel vom eigensinnigen Kind, das, nachdem Gott es schon mit dem Tod gestraft hatte, aus lauter Widerborstigkeit noch sein Ärmchen aus dem Grab herausreckte. Erst als die Mutter mit der Rute darauf schlug, zog sich auch dieser letzte Rest von Leben zurück, „und das Kind hatte nun Ruhe“. Ob Eigensinn als Laster anzusehen ist, hängt stark von den historischen Gegebenheiten ab und vom Kontext. Querulanz wird von der Umwelt meistens nicht geschätzt, gilt aber – je nachdem – doch als Tugend der Aufklärung, der Kunst oder des Widerstands.
Der wespennest-Herbstschwerpunkt 2026 stellt den mittlerweile altertümlich wirkenden Begriff auf den Prüfstand: Ist massenhafter Eigensinn möglich und wenn ja, wie absurd erscheint er in einer Welt algorithmisierter Follower? Gibt es echten und falschen Eigensinn, und auf welcher Seite des politischen Spektrums steht er heute? Mme Pelicot taucht in diesem Heft ebenso auf wie Mr. Trump und die Frage nach dem Zusammenhang von Eigensinn und Narzissmus. Nicht zuletzt stehen die Künste im Mittelpunkt, Francis Bacons Malerei etwa, schriftstellerische Selbstzensur und widerständige Helden der Literaturgeschichte. Ein kritischer Blick richtet sich auf den Podcast als eine vorgeblich heute allen genehme, vom Elitarismus befreite Form. Würdigung hingegen erfahren eigensinnige Erfinder wie Richard Trevithick, Isambard Kingdom Brunel oder Samuel Pierpont Langley. Dem Eigensinn werden – im Gegensatz zum Starrsinn – gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben. Grund genug, wieder über ihn nachzudenken.
Außerhalb des Schwerpunkts begibt sich das Heft u.a. mit Sigmund Freud auf die Akropolis, fragt am Beispiel Otto Neuraths, des empiristischen Wissenschaftsphilosophen und führenden Mitglieds des Wiener Kreises, nach der Relevanz von wissenschaftlichen Utopien und bringt in einem dritten Teil das ausführliche Porträt über Hans G Helms zum Abschluss, eine der „seltsamsten und eindrücklichsten Persönlichkeiten der Kunst- und Wissenschaftsszene der Nachkriegszeit“.
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