wespennest zeitschrift
Wespennest Nr.181
Wespennest Nr.181

Inhalt

Inhaltsverzeichnis table of contents (Leseprobe als PDF)
Andrea Zederbauer Editorial (Leseprobe als PDF)
Doron Rabinovici Mitten im Prozess
Christian Steinbacher Neu und weiter mit Blödigkeit
Kerstin Hensel Das Leuchten der Schwamme. Erzählung (Auszug)
Karin Gündisch Flurbegehungen
Stefan Çapaliku Und wenn ich ein Spitzel war?
Hugo Kurt Gegenbewegungen. Erste Ausschnitte
Andreas Grosz Sechs Geschichten
Ulrich Horstmann Rondo Rondone

VERZICHT
Christian Haller Das anspruchsvolle Lebensziel. Über die tückischen Gefahren des Verzichts (Leseprobe als PDF)
Brita Steinwendtner Die Alserstraße und die Alm. Ein Gespräch über die kleinen Dinge und den phänomenalen Nachthimmel auf einer Dachsteinalm (Leseprobe als PDF)
Andreas Kossert «... und dann ist gerade noch das Leben vom Leben übrig.» Flucht: Die Vermessung des Verlusts
Klaus-Jürgen Liedtke Neu-Kermuschienen, eine Inventur
Jabbar Abdullah Syrische Trauben
Alexandru Bulucz Vom Verzicht und den Sichtverhältnissen des Glücks
Zsuzsanna Gahse Nicht nur Kastanienherzen
Vladimir Vertlib Verzichtverluste
Nga Duong, Phuong Duong Schlemihls Schatten
Nafez Rerhuf Bildverzichtung
Frank Witzel Die Phänomenologie von Feuerholz. Über eine (moralische) Praxis des Verzichts
Berthold Eberhard Ungleicher Verzicht
Agnes Handwerk Unter Null. Konsumverzicht und Sparen in Zeiten von Niedrigzinsen
Alexander Rabl Darf es etwas weniger sein?
Robert Dengscherz Der untalentierte Mr. Hoyt. Zwei gescheiterte Restaurationsversuche, ein neues Bundesland und ein gerettetes Flugzeug
Brigitte Salanda Schau her und lies! Ein über zwanzig Jahre fortgesetztes Gespräch mit Wiens dienstältester Buchhändlerin

BÜCHER
Uwe Schütte Axel Ruoff: Irrblock
Ilija Trojanow Jörg Magenau: Die kanadische Nacht
Barbara Eder Damian Duffy und John Jennings: Parable of the Sewer. A Graphic Novel Adaptation
AutorInnen, Anmerkungen, Buchhandel
 
wespennest 181
Verzicht
Preis: EUR 12.00;
erschienen am 05.11.2021

Was ist Verzicht: Vom Brot nur die harte Kante zu essen oder den weichen Teig? wespennest widmet sich einem ambivalenten Phänomen, denn ob etwas als Verzicht erlebt wird, hängt von der jeweiligen Perspektive ab. Aufrufe zur Bescheidenheit haben meist einen doppelten Boden, und ob Verzicht grundsätzlich auf Freiwilligkeit beruht, wie die geläufige Definition nahelegt, darf bezweifelt werden.

Ausgehend von diesen Überlegungen fragen wir nach der ideologischen Funktion von Verzichtsappellen. Untersucht wird Askese als Widerstandsform und als Gehorsam. Es geht um Sparpolitik in Zeiten von Niedrigzinsen, Reduktion in der Spitzengastronomie und Fastenregeln im Kloster, um Schriftsteller, die eine Alm bewirtschaften oder den unfreiwilligen Lohnverzicht von Arbeitnehmern. Autorinnen und Autoren mit Fluchterfahrungen machen ihre persönliche Inventur des Verzichts und beschreiben, was um eines neuen Lebens willen vom alten zurückgelassen werden muss.

Außerhalb des Schwerpunkts schreibt Doron Rabinovici über einen doppelten Prozess: Während er in Israel die Papiere seiner kurz davor verstorbenen Mutter sortiert, die das Vernichtungslager Stutthof überlebte, steht in Hamburg der einst dort eingesetzte Wachmann vor Gericht. Neben neuer Prosa und Gedichten findet sich ein ausführliches Gespräch mit Wiens dienstältester Buchhändlerin. Und auf den abschließenden Buchbesprechungsteil wollen wir auch in dieser Ausgabe nicht verzichten.


Wespennest Backlist
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Glanz und Elend

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