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Wespennest Nr.178
Wespennest Nr.178

Inhalt

Inhaltsverzeichnis table of contents (Leseprobe als PDF)
Andrea Roedig Editorial (Leseprobe als PDF)
Adolf Holl Leibesvisitationen
Walter Famler Beigesetzt im Lieblingsleiberl. Adolf Holl (1930–2020)
Fredrik Sjöberg Der Fall Alban Berg
Hans Thill Neue Dörfer
Mara Lee Die Liebe und der Hass
Simon Angerer, Maximilian Scheffold 60 Sekunden
Bettina Spoerri Fluchtpunkt
Christian Haller Flussabwärts – gegen den Strom (Auszug)

NEUES ALTES BÜRGERTUM
Jochen Schimmang Mit und ohne Hut. Versuch über den Wutbürger
Stefan Hradil Eine Sache der Befindlichkeit. Die Mittelschicht als Unruheherd
Thomas Hellmuth Von der Problematik des Schnürens eines Korsetts. Die bürgerliche Gesellschaft im Frankreich des «langen» 19. Jahrhunderts (Leseprobe als PDF)
Cornelia Klinger Was ist schlecht am alten und am neuen Patriarchat? Nichts. Oder: alles. Ein Selbstgespräch
Stephan Reimertz «Spießer laß das Spießen sein». Was vom Bürgertum übrig blieb
Nafez Rerhuf Wiener Opernball 2020
Valentin Groebner Es passt einfach. Auf Klassenfahrt ins neue alte Bürgertum (Leseprobe als PDF)
Martin Schürz Mieter, Hauseigentümer und Kapitalisten. Eine Spurensuche zur diffusen Mitte
Ronald Pohl Die süße Prosalast auf den Rücken der Esel. Unsystematische Betrachtungen zur «neuen» Bürgerlichkeit – angestellt im Licht und unter dem Eindruck unserer zeitgenössischen deutschsprachigen Literatur
Gabriela Adamesteanu Keine solide Basis. Das immer junge rumänische Bürgertum
Christoph Roedig Küche und Bad
Werner Neuwirth Lebensweise : Bauform. Einige Gedanken über Bürgertum und Architektur
Elfie Miklautz Materialisiertes Vergegenwärtigen. Zum sozialen Sinn dinglicher Relikte aus Konzentrationslagern

BÜCHER
Aage A. Hansen-Löve Renate Lachmann: Lager und Literatur
Hazel Rosenstrauch György Dalos: Für, gegen und ohne Kommunismus
Barbara Eder Robert Deutsch: Turing
AutorInnen, Anmerkungen, Buchhandel
 
wespennest 178
Neues altes Bürgertum
Preis: EUR 12.00;
erschienen am 14.05.2020

Das Signum „bürgerlich“ steht für die laue Mitte. Keinesfalls extrem, immer vernünftig und am Erhalt des Bestehenden orientiert, ist mit dem Bürgertum heute keine Revolution mehr zu machen. Doch wer oder was ist mit „bürgerlich“ gemeint? Was heißt heute Mittelstand und wie drückt sich das Lebensgefühl einer neuen Bürgerlichkeit aus?
Der wespennest-Frühjahrsschwerpunkt versammelt Autorinnen und Autoren, die dem diffusen Begriff des neuen alten Bürgertums soziologisch, politisch, baugeschichtlich, ästhetisch – und im Selbstversuch auf die Spur kommen. Sie begeben sich ins Frankreich des „langen“ 19. Jahrhunderts ebenso wie in die Welt der Hauseigentümer und Kapitalisten, fragen nach, wie viel Bürger eigentlich im Wutbürger steckt, oder blicken nach Rumänien, wo sich das Bürgertum im Kampf mit traditionalistischen und bodenständigen Strömungen keine solide Basis schaffen konnte.

Ende Jänner 2020 verstarb Adolf Holl, langjähriger Wegbegleiter und Autor des wespennest. „Durch Gedanken“, so Holl, „werden keine Probleme gelöst, am wenigsten das des Todes.“ In Leibesvisitationen, dem letzten Buchmanuskript, an dem er arbeitete, widmet er sich daher „vorerst einmal“ der Zubereitung bekömmlicher Suppen. Posthum bringen wir den Anfang dieses Textes inklusive eines Nachrufs von Walter Famler.
Zudem freuen wir uns über ein gemeinsames Debüt von Simon Angerer und Maximilian Scheffold, die den reizvoll-paradoxen Versuch eines synchronen Textes wagen, empfehlen Fredrik Sjöbergs aberwitzige Bemühungen, das Rätsel um Alban Bergs Tod zu lösen und v.a.m.


Wespennest Backlist
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C.H.Beck

fixpoetry

Glanz und Elend

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