wespennest zeitschrift
Wespennest Nr.176
Wespennest Nr.176

Klima

Der Sommer 2018 ging in weiten Teilen Europas als besonders heiß und trocken in die Annalen ein und lässt uns mit dem unheimlichen Gefühl zurück, dass nichts mehr normal ist am Wetter, dass sich – wer weiß? – jetzt schon einer jener katastrophalen Kipppunkte ankündigt, vor denen die Klimaforscher warnen. Vielleicht wachen wir, auch auf Druck der Fridays-for-Future-Bewegung, langsam auf und realisieren, dass Klima das zentrale politische Thema unserer Zeit ist. – Wird adäquat über Klimaveränderung berichtet oder eher verschleiert durch gezielte Desinformation? Wie schaffen wir ein politisches System, in dem wir ressourcenleicht leben, dabei aber unseren Wohlstand erhalten können? Und: Taugt der Begriff Anthropozän oder muss man viel weiter denken – hinter die Spezies Mensch zurück oder über sie hinaus? Es sind die politischen, historischen und literarischen Seiten von Klima- und Wetterlagen, die den Schwerpunkt leiten – jenseits der üblichen Fokussierung auf Energie-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsfragen.

Außerdem in diesem Heft: Georg Seeßlen fragt nach der Gegenwart des Zukünftigen in unserer Wirklichkeit, Andreas F. Kelletat schlägt in einer Freundschafts-, Todes- und Trennungsgeschichte den Bogen von den gemeinsamen Anfängen bis zu „Ach je“, einem der letzten Gedichte des früh verstorbenen Thomas Kling, Alice Grünfelder folgt der Spur jener etwa 140.000 chinesischen Soldaten, die im Ersten Weltkrieg als „Kriegsaufräumer“ in französischem und britischem Sold standen, u.v.a.m.


Wespennest Aktuelles
|11.10.2019| wespennest ist auf der Frankfurter Buchmesse und diskutiert mit!

Der diesjährige Weltempfang widmet sich dem Verhältnis von Natur und Kultur. In diesem Kontext diskutieren in Kooperation mit Eurozine RedakteurInnen und HerausgeberInnen europäischer Kulturzeitschriften unter dem Titel "Breaking the bad news" darüber, wie Kulturmedien mit dem Thema Klimakrise umgehen.

Mitwirkende: Audun Lindholm (Vagant),
Şeyda Öztürk (Cogito) und Andrea Zederbauer (wespennest)
Moderation: Réka Kinga Papp (Eurozine)
Donnerstag, 17.10.2019, 15 Uhr
Weltempfang Bühne (Halle 4.1 B81)
Ludwig-Erhard-Anlage 1, 60327 Frankfurt am Main

Von 16. bis 20. Oktober finden Sie wespennest in Standgemeinschaft mit dem Sonderzahl-Verlag und der Edition Tiamat in Halle 4.1., Stand E31.


|10.10.2019| "Europe '89: The promise recalled". 30. Europäisches Kulturzeitschriftentreffen, 01.11.-03.11.2019, Berlin

Vor dreißig Jahren fand eine Zeitenwende statt. Das Engagement mutiger Menschen in Mittel- und Osteuropa verband sich mit dem Druck der Straße und kulminierte in einer Welle größtenteils friedlicher Revolutionen. In einem Land nach dem anderen endete die über Jahrzehnte währende sowjetische Vorherrschaft. Und auch wenn sich die jeweiligen Dynamiken und Entwicklungen mitunter deutlich unterschieden, teilten die revolutionären Bewegungen doch den Glauben an ein geeintes Europa. Der Name des Kontinents stand dabei nicht nur stellvertretend für das Ende der Teilung, sondern auch für die Rückkehr zu Demokratie und Selbstbestimmung.

Das diesjährige Zeitschriftentreffen, bei dem wespennest als Gründungspartner des Zeitschriftennetzwerks Eurozine auch vertreten sein wird, erinnert an die Hoffnungen und Ideen von '89. Prominente Stimmen aus Wissenschaft, Publizistik und der Zivilgesellschaft diskutieren die Erfolge, aber auch die Rückschläge der vergangenen drei Jahrzehnte und entwickeln Ideen für die Zukunft.

Veranstaltungsort: Heinrich-Böll-Stiftung Schumannstraße 8, 10117 Berlin

Programm und Anmeldemöglichkeiten www.eurozine.com/berlin2019

Die Vorträge und Diskussionen finden in deutscher und englischer Sprache mit Simultanübersetzung statt. Die Teilnahme ist kostenlos, die Veranstaltungen am 1. und 2. November werden zudem auch als Livestream übertragen.


Wer die Rede des Wiener Bürgermeisters zum Gedenken an den Februaraufstand 1934 gehört hat, meinte, anstelle des sonst rechtsstehenden Politikers einen Parteilinken vor sich zu haben. Aber sind solche Auftritte mehr als bloße Politfolklore? Und welche Relevanz hat heute die Debatte um rechts und links innerhalb der Sozialdemokratie noch? Walter Famler fragt sich, ob das derzeit von der SPÖ plakativ beworbene hundertjährige „Rote Wien“ sein hundertstes Jahr überhaupt vollenden wird.


Wespennest Zeitschrift
Heft 175 |w175| Ein Schwerpunkt zu Hilfe und Solidarität, der Entwicklung sozialen Wohnbaus und zum Mythos Bill Gates.
Heft 174 |w174| Idiotie als Thema von Kunst und Literatur, als Wirkmacht in Gesellschaft und Politik, als Irrsinn des Alltags – und die Frage: Gibt es eigentlich ein Außerhalb der Idiotie?
Heft 173 |w173| Kultur erben ist schwierig, gesellschaftlich wie individuell. Versteht man das Erbe als Bereicherung oder zerstört man es? Ein Heft zur Dynamik von Erinnern und Vergessen.
Wespennest Vorschau
wespennest 177
Essay. 50 Jahre wespennest
Preis: EUR 12.00;
erscheint am 07.11.2019

Wespennest Newsletter
Aktuelles zur Netzkolumne "wespenstiche", unseren Heften und Veranstaltungen liefert vier Mal jährlich kostenlos der Wespennest-Newsletter.
Wespennest Partner

C.H.Beck

fixpoetry

Glanz und Elend

© wespennest zeitschrift & edition | rembrandtstr. 31/4 | a-1020 wien | österreich
t +43-1-3326691 | f +43-1-3332970 | office@wespennest.at