wespennest zeitschrift
Wespennest Nr.170
Wespennest Nr.170

Testosteron

Beinahe wie selbstverständlich hat sich der Marker, an dem wir heute den Geschlechtsunterschied festmachen, ins Chemische verwandelt. Nicht der solide Körper, nicht Gehirn, Genitalien oder Chromosomen fungieren als Leitmetapher der sexuellen Differenz, sondern ein eher wankelmütiges „Geschlechtshormon“. Testosteron, Synonym für Männlichkeit schlechthin, kann durchaus die Seiten wechseln. Es geht um Leistungsindikatoren im Sport und das Warten auf Sex, um Heavy Metal, Andreas Gabalier und den Hipster, um männliche Gewalttäter und Maskulinität in der Politik, um Transsexualität, den Stierkampf – und ums Boxen: Muhammad Ali kämpfte in seiner langen Karriere gegen 50 andere Pugilisten, von denen einer verschwand. Die Reportage Wright Thompsons gestaltet sich als Spurensuche in Miami.

Außerdem begleiten wir Madame Nielsen auf einer Etappe ihrer europäischen Bildungswanderung, die sie 2015 in den „Menschenkäfig“ an der slowenischen-österreichischen Grenze führt. Ulrich Horstmann entdeckt im Ungeschehenen unsere größte Ressource – und unsere furchtbarste Last. Der „leisen Sprache“ des Gugginger Dichters Ernst Herbeck widmet Gisela Steinlechner ein Porträt, in dessen Kontext sich Felix de Mendelssohn an die antipsychiatrischen Initiativen der 1960er- und 1970er-Jahre erinnert u.v.a.m.

Wespennest Aktuelles
Im ersten Durchgang der österreichischen Bundespräsidentschaftswahlen hat der FPÖ-Kandidat Norbert Hofer 35 Prozent der Stimmen erhalten, die beiden Volksparteien lagen mit 11 Prozent weit abgeschlagen. Noch weiter eingebrochen ist der Spaßpopulist Richard Lugner. Das kann einem fast leid tun.

|09.03.2016| Galerie der LiteraturZeitschriften
In der Alten Schmiede (Schönlaterngasse 7, 1010 Wien) gibt es mit der „Galerie der LiteraturZeitschriften“ einen frei zugänglichen öffentlichen Leseraum. Interessierten werden hier ungefähr 75 verschiedene Literatur-Zeitschriften geboten. Sowohl Ausgaben des Jahrgangs 2007 als auch aktuelle Nummern des Jahres 2008 von etwa 35 österreichischen Literaturzeitschriften, darunter auch von Wespennest, und zusätzlich weitere 40 internationale Magazine liegen auf.

Wespennest Zeitschrift
Heft 169 |w169| Ist Technikkritik heute passé? Aktuelle essayistische Reflexionen zum Verhältnis von Mensch und Maschine
Heft 168 |w168| Ramsch – vom „gesammleten haufe“ (Grimm), den man „ohne auswahl des bessern, kaufen oder verkaufen“ kann, in eine Zukunft aus zweiter Hand.
Heft 167 |w167| Norden – naturromantische Projektionsfläche und Schauplatz kolonialistischer Expansionspolitik zugleich. Eine literarische Untersuchung.
Wespennest Vorschau
wespennest 171
Back to the USSR – 2017
Preis: EUR 12.00;
erscheint am 07.11.2016

Wespennest Newsletter
Aktuelles zur Netzkolumne "wespenstiche", unseren Heften und Veranstaltungen liefert vier Mal jährlich kostenlos der Wespennest-Newsletter.
Wespennest Partner

C.H.Beck

Glanz und Elend

© wespennest zeitschrift & edition | rembrandtstr. 31/4 | a-1020 wien | österreich
t +43-1-3326691 | f +43-1-3332970 | office@wespennest.at